POLITICS
OF
FRIENDSHIP

Im Rahmen eines Seminars von Tobias Zielony an der FH Bielefeld haben sich Fotografie-Studierende über das vergangene Semester hinweg ausgehend von der Publikation „Care Revolution“ von Gabriele Winker mit theoretischen und praktischen Fragen der Care-Arbeit und Kollektivität beschäftigt. Was vor dem Hintergrund der gegenwärtigen, pandemischen Situation als akut erscheint, stellt in Anbetracht einer sich verändernden Gesellschaft stets eine zentrale Frage dar: Wie gehen wir miteinander um und in was für einer Gesellschaft wollen wir leben? Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung mit Themen wie Pflege, Freundschaft und Zusammenleben, mussten sich die Studierenden auch mit Problemen konfrontiert sehen, die durch den vorübergehenden Stillstand des Kultur- und Soziallebens ausgelöst wurden: Was fotografieren, wenn nichts passiert? Angesichts der gegenwärtig stark eingeschränkten zwischenmenschlichen Verbindungen scheint die Notwendigkeit nach einer Erweiterung des Freundschaftsbegriffes greifbarer denn je. Die Fotografie-Studierenden leisten hier ihren Beitrag und zeigen auf, was es heißt, über die Freundschaft und Verwandtschaft hinaus zu denken, um neue Formen des Miteinanders zu imaginieren. Dies äußert sich in Fotoserien und Videos, die intime Einblicke in Familienstrukturen gestatten, Kommunikationsformen verbildlichen und Räume gedanklich durchstreifen, die Potentiale für Veränderung bieten.

Over the past semester, as part of a seminar given by Tobias Zielony at Bielefeld University of Applied Sciences, students of photography have tackled theoretical and practical questions of care labor and collectivity, based on Gabriele Winker's publication "Care Revolution." What now, against the backdrop of covid, seems an acute situation in fact represents a central question of our changing society: How are we to treat one another and what kind of society do we want to live in? As well as addressing topics including care, friendship and coexistence, the students faced specific problems related to the temporary paralysis of cultural and social life: What should you photograph if nothing happens? Given the severe restrictions on interpersonal connections during the pandemic, the need for expanded concepts of friendship seems more urgent than ever. The students make their contribution to that effort here, showing what it means to think beyond friendship and kinship, imagining new forms of togetherness. Their photo series and videos allow for intimate insights into family structures and demonstrate ways of communication while mentally moving through spaces which offer the potential for change.

Penelope, who cares?
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Doppelleben
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Es geht so weiter
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salonfähig
MAMA DELUXE
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